Ideen für ein überzeugendes Gesamtkonzept.



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VERORTUNG DER EINZELNEN WEGVERBINDUNGEN:

1 – Grünverbindung Möhringen – Siebenmühlental
2 – Grünverbindung Möhringen – Leinfelden-Echterdingen
3 – Grünverbindung Birkach – Leinfelden-Echterdingen – Uhlbergturm
4 – Grünverbindung Ostfildern – Neuhausen
5 – Grünverbindung Esslingen – Sulzbachtal
6 – Grünverbindung Berkheim – Denkendorf
A – Panoramaweg Neckartal
B – Halbhöhenweg Körschtal
C – Flughafenweg
D – Sulzbachweg
E – Panoramaweg Schwäbische Alb
 

 
 

Die Entwicklung des Leitbildes orientiert sich an der Frage, wie die Filder in Zukunft aussehen könnten. Landschaft und Bewohner sollen künftig wieder besser miteinander vernetzt werden und die eigene Lebensqualität durch die Vorzüge der Natur gesteigert werden. Filderbauern, Bewohner der Filder und der Landeshauptstadt Stuttgart kooperieren durch die Produktion und den Kauf von Filderprodukten und entwickeln ein Verständnis für regionales Wirtschaften unter Förderung der Kulturlandschaft. Die Vernetzung der Landschaft bezieht sich dabei auf folgende sechs Punkte:

 

Der Wald

 

Der Wald bildet den „Rahmen“ der Filderebene und grenzt diese zu anderen Lebensräumen ab. Da der Erhalt an erster Stelle steht, sollen isolierte Waldbestände im Sinne der Naherholung besser miteinander in Verbindung gebracht und vernetzt werden.

 

Streuobst

 

leitbild streuobst 

 

Auf den äußeren Waldring folgt der Streuobstgürtel lückig zwischen den Kernflächen der Filderebene. Vor allem im Randbereich sind schmackhafte Obstsorten vorhanden, die den Erholungswert erheblich steigern. Um diesen wieder zu schließen, sollte die Pflege langfristig gesichert sein und das Bewusstsein in der Bevölkerung für diese Nutzungsform gestärkt werden. Als „gesundes“ Obst passt es zudem zum Image der gesamten Filderebene auf der seit Jahrhunderten Nahrungsmittel produziert werden. Daher ist das Projekt Streuobstgürtel eine Herausforderung, die von allen Filderkommunen gemeinsam angegangen werden sollte. Erfolg versprechende Initiativen sind bereits im Gange.

 

Landwirtschaft

 

Die produktiven Kernflächen der zentralen Filderebene gehören zu Deutschlands besten Ackerböden und sollten daher auch als solche erhalten bleiben. Das Bevölkerungswachstum hat einen erhöhten Erholungsdruck innerhalb der gesamten Gebietskulisse und insbesondere der Kernflächen zur Folge. Im Zusammenspiel von Landwirten und Bürgern könnten zukünftig wieder ein verbesserter inhaltlicher Bezug der Filderbewohner zur Landwirtschaft und deren Produkten hergestellt und damit Nutzungskonflikte vermieden werden.

 

(Fließ-) Gewässer

 

leitbild fliessgewaesser 

 

Durch den Flughafenausbau wurden einige Fließgewässerabschnitte bereits naturnah umgestaltet. Diese Entwicklung sollte mittel- bis langfristig von den Filderkommunen weiter verfolgt werden, um letztendlich einen durchgängigen Biotopverbund und ein natürliches Gesamtbild der Bäche zu erzielen. Darüber hinaus sind in den nächsten Jahren einige Hochwasserschutzmaßnahmen im Geltungsbereich geplant.

 

Beziehung von Ortschaft und Landschaft

 

Die in der Vergangenheit kleinen Dörfer auf den Fildern haben sich mittlerweile zu Zwischenstädten entwickelt und sorgen für eine zersiedelte Landschaft. „Grüne Mitten“ bzw. Bürgerparks sind eher selten auf den Fildern anzutreffen. Eine lineare Aufwertung von Wegverbindungen zwischen Siedlung und Landschaft  erfüllen somit wichtige Funktionen für das Wohnumfeld und die Naherholung.

 

Naherholungswegenetz

 

leitbild naherholungswegenetz 

 

Das Naherholungswegenetz auf den Fildern ist aufgrund unzähliger Feldwege gut ausgestattet. Durch den enormen Bevölkerungszuwachs der letzten Jahrzehnte sowie das geänderte Freizeitverhalten ist eine Bündelung oder Entzerrung der Wegefunktionen erforderlich. Die Nord-Süd-Achsen sollen durch Grünverbindungen und Grünbrücken gestärkt werden was eine Reduzierung der Barrierewirkung und einen Ausgleich weiterer Verkehrstrassenplanungen zum Ergebnis hätte.